Der bildungspolitische Kontext von Science Tours

Entwicklungs- und Handlungschancen durch Bildung verbessern

Ein höherer Bildungsabschluss steigert die Chancen auf Erwerbstätigkeit und ein besseres Einkommen. Dennoch liegt der Anteil der Studienanfänger seit 10 Jahren konstant bei etwa zwei Dritteln eines Abitur-Jahrgangs. Nach wie vor studieren vor allem Kinder aus Elternhäusern, in denen zumindest ein Elternteil ein Studium abgeschlossen hat. Durch den Kontakt mit Wissenschaftlern und Studierenden will Science Tours auch Jugendliche aus nicht-akademischen Elternhäusern zu einem Hochschulstudium ermutigen.

Übergänge erleichtern, berufliche Orientierung geben

Laut Bildungsbericht 2010 bleiben Jugendliche mit Migrationshintergrund häufiger in niedriger qualifizierenden Schularten zurück, obwohl die Übergänge in höher qualifizierende Schularten insgesamt zunehmen. Science Tours versteht sich als ein Beitrag zur Chancengleichheit. Wir möchten wissenschaftliche Begabungen und Potenziale in der heranwachsenden Generation mobilisieren. Die Projekttage sollen einen realistischen Eindruck verschiedener akademischer Berufe vermitteln und so die Berufs- und Studienwahl erleichtern.

Qualifizierten Nachwuchs fördern

Der Arbeitsmarkt sucht insbesondere hochqualifizierte Arbeitskräfte. Gering qualifizierte Tätigkeiten werden zukünftig an Bedeutung verlieren. Science Tours geht es insbesondere um die Ausbildung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses für Berufe und Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet.

Engpässe überwinden

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat den Handlungsspielraum der öffentlichen Haushalte und damit auch die Ausgaben für Bildung eingeschränkt. Laut Bildungsbericht 2010 und im internationalen Vergleich gibt Deutschland gemessen an der Wirtschaftskraft weniger für Bildung aus als der OECD-Durchschnitt. Science Tours als ein Netzwerk von Bildungsinstitutionen, Wirtschaftsunternehmen sowie öffentlichen und privaten Stiftern möchte dazu beitragen, diese Engpässe im Interesse der Wirtschaftsregion Rhein-Main zu überwinden.